Gemeindeversammlung
Termine Gemeindeversammlungen 2018

Der Gemeinderat hat die Termine der Gemeindeversammlungen 2018 wie folgt festgesetzt:

Einwohnergemeinde

Freitag, 8.6.2018, Sommer-Gemeindeversammlung in der Aula/Mehrzweckhalle
Freitag, 23.11.2018, Winter-Gemeindeversammlung in der Aula/Mehrzweckhalle


Ortsbürgergemeinde

Freitag, 15.6.2018, Sommer-Gemeindeversammlung in der Waldhütte
Freitag, 23.11.2018, Winter-Gemeindeversammlung (anschliessend an EG-GV) in der Aula/Mehrzweckhalle

 

Gemeindeversammlung vom Freitag, 24. November 2017 und Verabschiedungen

Die Ortsbürgergemeindeversammlung wurde ausnahmsweise vor der Einwohnergemeindeversammlung durchgeführt, damit direkt nach der Einwohnergemeindeversammlung der ebenfalls verschobene Apéro stattfinden konnte.
Gemeindeammann Andreas Glarner verabschiedete Peter Villiger als Wahlbüro Mitglied nach 24 Jahren. Zudem wurden die drei Mitglieder der Finanzkommission (Hans Peter Rusterholz, Werner Bieri und Christian Giger) nach vier-jähriger Tätigkeit verabschiedet.
Die Einwohnergemeindeversammlung stand ganz im Zeichen der langjährigen, zu verabschiedenden Gemeinderatsmitglieder Gemeindeammann Andreas Glarner und Vizeammann Ursula Gehrig.
Gemeinderat und künftiger Gemeindeammann Ilias Läber hielt die Laudatien.
Im Folgenden ein Auszug aus der Laudatio für Vizeammann Ursula Gehrig:
„Insgesamt war Ursula Gehrig während 6 Amtsperioden, also während unglaublichen 24 Jahren im Gemeinderat mit dabei und davon 16 Jahre als Vize-Ammann.
Ursula Gehrig gehört zu den ersten Frauen, die auf dem Mutschellen als Gemeinderatsmitglieder gewählt wurden.
Besonders stolz ist Ursula Gehrig auf das was sie im Bereich Jugendarbeit Mutschellen erreicht und aufgebaut hat, allem voran der Jugendtreff JAM, den sie präsidiert hat. Insbesondere für dieses Engagement ist sie 2012 durch den Gewerbeverein Mutschellen zum Charakterkopf des Jahres gewählt worden.
Um es auf den Punkt zu bringen: Ursula Gehrig setzte sich für Oberwil-Lieli und dessen Bevölkerung mit viel Herz, Hand und Verstand ein. Ohne Berührungsängste ging sie spontan auf jede und jeden zu. Nahm sich Zeit, pflegte Kontakte zu Vereinen und Organisationen, und liess sich an Vereinsanlässen blicken. Ihr Einsatz ging so weit, dass sie für den Männerchor als Schauspielerin auf der Bühne stand (und immer noch steht), für die Musikgesellschaft die Stückansagen am traditionellen Jahreskonzert übernahm, und im Fasnachts-Komitee bei Kinderfasnacht und Schnitzelbank aktiv mitwirkte.
Was Ursula für unser Dorf geleistet hat ist schlicht grossartig. Ursula Gehrig ist ohne Zweifel die «Grand Dame» der Politik von Oberwil-Lieli.
Wir wünschen Dir, liebe Ursula, dass Du Dein Temperament und Deine hervorragende Fitness noch viele Jahre behalten wirst, und dass Du die nun gewonnene zeitliche Flexibilität nutzen kannst um Dinge zu tun, die die letzten 24 Jahre wegen Deinem Engagement fürs Dorf vielleicht etwas liegen geblieben sind.
Im Namen des Gemeinderates, der Verwaltung und aller Einwohner von Oberwil-Lieli sage ich: Ganz herzlichen Dank für alles was Du für Oberwil-Lieli geleistet hast.“

Die Bevölkerung dankte Ursula Gehrig mit einem heftigen Applaus und Standing Ovations.

Im Anschluss hielt Ilias Läber die Laudatio für Gemeindeammann Andreas Glarner, auch daraus ein paar Zitate:
„Andreas Glarner hat total 20 Jahre im Gemeinderat von Oberwil-Lieli gewirkt, davon 12 Jahre als Ammann.
Andreas Glarner hat in den 12 Jahren als Gemeindeammann die Gemeinde in vielerlei Hinsicht stark geprägt. Er selber hat das Ressort Finanzen und Steuern geführt, und seine grösste Leistung für unser Dorf gelang ihm zweifellos in diesem Bereich: die konsequente Kostendisziplin in Kombination mit steigenden Steuereinnahmen. 
Die Zahlen zeigen es ganz deutlich: 2006 betrug der Steuerfuss noch 77% und es wurden Steuereinnahmen von 6.4m generiert. Heute wird mit einem Steuerfuss von nur 60% deutlich mehr, nämlich 9.5m an Einnahmen generiert. Es gibt wohl kaum eine Gemeinde in der Region, die das ähnlich gut hinbekommen hat wie Oberwil-Lieli.
Andreas Glarner verabscheut Bürokratie und Ineffizienz. Das Zitat von Montesquieu, dem französischen Rechtsphilosophen, bringt es auf den Punkt: «Wenn es nicht unbedingt nötig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es unbedingt nötig, ein Gesetz nicht zu machen.»   Andreas Glarner hatte sich bei Amtsantritt das Ziel gesetzt, nach seiner Amtszeit weniger Bürokratie und Vorschriften zu haben als zu Beginn – das ist ihm sehr gut gelungen.
Er war stets darauf fokussiert, den Wünschen aus der Einwohnerschaft gerecht zu werden. Unter seiner Führung wurde in unserer Verwaltung eine Service-Mentalität etabliert, die ihresgleichen sucht und die durchaus mit derjenigen einer Privatbank mithalten kann. Er selber ging mit gutem Bespiel voran, war stets erreichbar und offen für die Anliegen der Bevölkerung. Sein Arbeitseinsatz zugunsten der Gemeinde war enorm.
Andreas Glarner ist ein absoluter Spezialist für Bauen und Immobilien. Eine seiner Lieblingstätigkeiten war die Mitarbeit in der Baukommission, wo er immer wieder mit seinem Fachwissen und seinem guten Erinnerungsvermögen gepunktet hat. Er hat die Haltung der Kommission und des Gemeinderats gegenüber Baugesuchen konsequent auf das Motto ausgerichtet: «Im Zweifelsfall immer zugunsten des Bauherrn.»
Geht nicht, gibt’s nicht» – das trifft auf Andreas Glarner mehr zu als auf jeden anderen Menschen den ich kenne. Er ist ein ausgesprochen guter Problemlöser und ein extrem wertvoller Kollege, wenn es darum geht, für irgendein Problem eine kreative Lösung zu finden. Dabei kommt ihm sein hervorragendes Allgemeinwissen zugute, und natürlich seine Erfahrung als Politiker und Unternehmer. Hinzu kommt, dass es Spass macht mit ihm zusammenzuarbeiten, und so erstaunt es nicht, wenn ich sage, dass ich die Zusammenarbeit mit Andreas Glarner stets als sehr «gfreuti Sach» und grosse Bereicherung empfunden habe. Zum Thema «Spass» ist noch anzufügen: Andy ist ein wandelndes Witzelexikon. Zu fast jedem Thema kennt er einen passenden Witz. Oft wenn wir nach den GR-Sitzungen im Restaurant waren hat er mit seinen Witzen für gute Stimmung gesorgt.
Die gemeinsamen Restaurantbesuche nach den Sitzungen waren ihm wichtig. In den Sitzungen hat er gerne hart gekämpft, aber genauso wichtig war es ihm, dass man danach zusammen mit einem guten Glas Wein angestossen hat.
Zu seinen grossen Stärken zählt sicherlich auch seine Umsetzungskraft. Wenn man etwas mit ihm abmacht, kann man davon ausgehen, dass es konsequent und zügig umgesetzt wird. Er ist stets pragmatisch und hält sich an die Weisheit der Dakota-Indianer, welche lautet: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!”
In der Verwaltung läuft es ja grundsätzlich etwas anders (also natürlich nicht bei uns), eher nach dem Motto: "Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, sorge für einen bequemen Sattel – denn es könnte ein langer Ritt werden!" Diese Geisteshaltung bringt Andreas Glarner auf die Palme und er hat schon des Öfteren einen guten Riecher gehabt, wenn es darum ging, Leerläufe aufzudecken. Da ja bekanntlich die Behörden in Bern die grossen Spezialisten sind für bequeme Sättel, würde ich davon ausgehen, dass Andreas Glarner auch dort an der einen oder anderen Stelle etwas Staub aufwirbeln wird.

Lieber Andy, es war uns eine grosse Freude und eine Ehre, mit Dir im Gemeinderat zusammenarbeiten zu dürfen. Wir verlieren in unserem Gremium nicht nur einen sehr wertvollen Kollegen, sondern auch einen guten Freund.
So wie wir Dich kennen, wirst Du die nun gewonnene Zeit nicht mit Müssiggang vertrödeln, sondern wirst Dich umso mehr in der nationalen Politik einsetzen und vielleicht auch noch die eine oder andere Firma gründen.
Im Namen des Gemeinderates, der Verwaltung und aller Einwohner von Oberwil-Lieli sage ich: Ganz herzlichen Dank, lieber Andy, für alles was Du für Oberwil-Lieli geleistet hast.“

Die Bevölkerung dankte Andreas Glarner ebenfalls mit einem heftigen Applaus und langer Standing Ovations.

Akten Gemeindeversammlungen

Akten zur Einwohnergemeindeversammlung vom 24. November 2017 finden Sie hier.

Akten zur Ortsbürgergemeindeversammlung vom 24. November 2017 finden Sie hier.

 

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